Mein erster Kübel

Da der Winter ja nun schmetterlingsbestätigt zu Ende ist, habe ich gestern meine Puffbohnen rausgesetzt und dabei Fotos gemacht, die noch einmal illustrieren, was für ein Bewässerungssystem ich mir da ausgedacht habe.

pflanzgefaess3 Das ist also nun einer meiner Wäschekübel aus Gummi, die mir als Pflanzgefäß dienen sollen. Ich habe ein paar Zentimeter über dem Boden Löcher hineingestanzt.
pflanzgefaess4 Bis etwa zu der Linie der Löcher habe ich groben Blähton hineingefüllt.
pflanzgefaess5 Da ich prinzipiell ein eher fauler Mensch bin, habe ich den Blähton gleich wieder ausgeschüttet: In einen Raschelsack. So heißen die Plastiksäcke, in denen z.B. Kartoffeln verkauft werden.
pflanzgefaess6 Den mit Blähton gefüllten Raschelsack habe ich dann gleich wieder in den Kübel gelegt.

Ich hoffe so, bei Bedarf Erde von Blähton schnell und effektiv trennen zu können.

pflanzgefaess7 Mit Erde aufgefüllt, Dünger untergemischt.
pflanzgefaess8 Puffböhnchen hinein und erste Hilfe zum Aufrichten gegeben. Schön systematisch schief. 😛
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Frühling?

Vielleicht ist das ja jetzt tatsächlich der Frühling. Schneeglöckchen treiben, die Sonne scheint, es ist abends ziemlich lange hell. Die Temperaturen sind noch nicht sehr freundlich, aber das Licht gibt doch Hoffnung.

Ich habe gerade den ersten Pflanzbehälter nach draußen gestellt. Da mein Salat auf der Fensterbank schon wieder eher kümmert als wächst, probiere ich es draußen mit Asia-Salat. Vielleicht habe ich da ja mehr Erfolg.
Ich habe mein Konzept des Pflanzgefäß‘ mit Wasserreservoir etwas abgewandelt. Eine Palette, mit der im Blumenmarkt einzelne Töpfe transportiert werden, fiel mir auf, da die Drainagelöcher nicht am Boden, sondern zwischen den Töpfen leicht erhöht war. Also unten mit Blähton angefüllt und dann Anzuchterde. In dem Gefäß habe ich ja sogar die Möglichkeit, die einzelnen Salatsorten auseinander zu halten.

Übrigens sind Saatbänder für Topfkultur nicht nur überflüssig, sondern doof: Wenn man nur ein Stückchen Saatband nimmt, ist die Beschriftung mit futsch. Also gleich neu beschriften, damit man beim nächsten Mal noch weiß, was es ist.

Pflanzkübel mit Bewässerung 2

Nachdem ich bis auf das Rohr alle Materialien für das Bewässerungssystem nach Alex Mitchell gefunden hatte, kam mir die Idee zu einem viel einfacheren und billigeren Gefäß. Die Lösung ist so einfach und erscheint mir so plausibel, dass ich mich wundere, warum es das nicht auf dem Markt gibt. Vielleicht ist es ja eine ganz blöde Idee, aber ich werde sie gleich mit mehreren Kübeln umsetzen, weil ich daran glaube.

Voraussetzung ist ein wasserdichter Pflanzkübel mit Entwässerungslöchern in ca. 5 cm Höhe. Die Höhe der Löcher bestimmt die Größe des Wasserreservoirs, also einfach mal ausrechnen, wie hoch sie sein müssen, damit sich 5 Liter ergeben.
Ich wüsste nicht, dass es solche Kübel gibt. Aber es gibt Kübel oder auch Riesenbalkonkästen ohne Entwässerungslöcher. Und dann muss man sie eben selbst hinein stanzen (Gummi), bohren (Polyresin) oder brennen (Plastik). Meine Kübel sind zweckentfremdete Gummitaschen für Wäsche (Wäschekörbe mag ich das nicht nennen…) und daher stanze ich die Löcher hinein. Fotos folgen, sobald es ans Bepflanzen geht. Habe gerade Puffbohnensamen besorgt, wird also nicht allzu lange dauern…

Material:pflanzgefaess2

1 Pflanzkübel mit Entwässerungslöchern in entsprechender Höhe (s.o.)
Blähton als Drainageschicht
1 Raschelsack, damit sich im Herbst Blähton und Erde leicht voneinander trennen lassen. Einfach den Blähton in den Raschelsack füllen, zuknoten und in den Kübel legen.

Kosten: 4,99 für den Kübel, 25 Cent für den Raschelsack (habe bei Ebay 50 Säcke für 12 Euro gekauft) und den Blähton dazu – den hatte ich noch.

Pflanzkübel mit Bewässerung 1

Pflanzkübel mit Bewässerung sind praktischer als mit ohne. Ganz einfach. Wenn man auch im Hochsommer mal einen Tag das Gießen auslassen kann, ist das Leben viel leichter. Es gibt viele Pflanzgefäße mit Bewässerungssystem. Die meisten sind klein, hässlich und teuer. Ganz blöde Mischung…

Bei Alex Mitchell las ich von einem Do-it-yourself-System. „Las“ leider nur, denn es fehlt in dem Buch eine Abbildung. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich Mitchell richtig verstanden habe oder ob ich mir jetzt etwas eigenes erfunden habe. Jedenfalls habe ich eine Zeichnung dazu, und das macht es leichter, zu verstehen, worum es geht.

Material:

  • 1 Kübel mit Entwässerunglöchern im Boden
  • 1 Gefäß mit Deckel (Salatschüssel o.Ä.), 4-5 l Inhalt
  • 1 Tontopf mit kleinerem Ø als die Salatschüssel
  • Kunststoffrohr, ~ so lang wie der Kübel hoch ist
  • ggf. 1 Trichter als Einfüllhilfe

Die Salatschüssel – oder was auch immer du dafür genommen hast – stellt das Wasserreservoir dar. Deswegen solltest du sie nicht zu klein wählen. In den Deckel musst du zwei Löcher machen (Plastik lässt sich schneiden – Ränder dann mit Feuerzeug o.Ä. verschmelzen, damit es nicht weiter reißt): ein Loch für das Kunststoffrohr, eines für den Tontopf. Das Reservoir kommt in den Pflanzkübel, Wasserrohr hinein, Tontopf hinein. Aufpassen, dass das Reservoir nicht die Entwässerungslöcher verdeckt, ggf. eine Lage Blähton o.Ä. darunter geben.
Und schon kannst du das Substrat einfüllen, auch der Tontopf wird dabei gefüllt. Er stellt die Verbindung zum Wasservorrat dar.

pflanzgefaess1

Gegossen wird nicht die Erde, sondern in das Rohr, die Pflanzen versorgen sich dann von unten her.

Kosten:

4,99 Pflanzkübel
1,50 Salatschüssel mit Deckel
0,90 Tontopf
???? Kunststoffrohr – besorge ich nächste Woche
0,50 Trichter
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Ich habe also für ~ 9€ einen 35-Liter-Kübel mit Bewässerung bekommen.

Hier stelle ich noch meine eigene Idee vor.