Kürbisanbau

Sorten

patisson-saatIch möchte einen Kürbis, den ich nicht schälen muss. Basta. Und ich fände es schön, wenn es kleine Kürbisse sind. Selbst am Hokkaido essen wir mindestens zwei Tage lang. Nach ein bisschen Suche hatte ich mich für den Patisson (Sunburst Squash F1) entschieden. Der sieht nett aus und ich kenne ihn eingelegt – schmeckt! Aber dann lief mir im Gartencenter der Patisson Custard White F1 über den Weg und ich fand das Weiße einfach sehr attraktiv.
Inzwischen bin ich ein kleines bisschen frustriert, weil mir so eine F1-Hybride in den Samenvorrat geraten ist. Wird aber verbraucht, basta.

Außerdem habe ich jetzt den samenfesten Kürbis Hubbard, Orange/Golden besorgt. Wiegt 2-4 kg. Sieht ähnlich aus wie der Hokkaido, soll aber noch besser schmecken. Allerdings muss man ihn wohl doch schälen. Mal sehen.

Anbau und Pflege

Vorkultur Mitte bis Ende April: Kürbisse sind fremdbefruchtende Pflanzen. Also braucht man mindestens zwei pro Art! Also lieber drei Samen ansetzen. (Sonst später den Blütenpollen mit einem Pinsel übertragen.)
Erde zu ⅓ mit Sand mischen, damit ein Überschuss an Wasser gut abziehen kann. Als Pflanzgefäß bieten sich zunächst abgeschittene und mit einem Abflussloch versehene Milchpackungen (TetraPaks) an, die auf der Fensterbank bei Zimmertemperatur stehen. Mit 2cm Erde bedecken (Dunkelkeimer). Gleichmäßig feucht halten. Nach etwa einer Woche sind die Keimblätter ausgetreiben und dann sollten die Pflanzen an einen kühleren Ort (16-20°C) hell stehen.

Auspflanzen ab Mitte Mai: Neben den Keimblättern sind 2-3 Laubblätter getrieben und die Eisheiligen sind vorbei. Kürbisse sind Starkzehrer und daher bietet es sich an, der Erde 20% Regenwurmkompost oder anderen Dünger zuzugeben. Als Pflanzgefäß etwas Großes – ich weiß noch nicht, was. Der Wurzelballen darf nicht beschädigt werden. Gleich eine Mulchschicht aufbringen -aus Zeitungspapier? Abhärten im Gewächshaus für ein paar Tage. Danach sonnig stellen.
Überständige Pflanzen soll man nicht setzen, weil sie ohnehin nicht gut anwachsen (Quelle: Handbuch Bio-Balkongarten, s.v. Kürbis). Jetzt müsste ich nur wissen, was in diesem Zusammenhang überständig bedeutet.

Pflege: Patissons wachsen buschig und ranken kaum.
Ab Beginn des Fruchtansatzes alle zwei-drei Wochen jauchen (Brennnessel oder Beinwell) oder düngen.

Ernte Juli-Oktober: Können in verschiedenen Reifestadien geerntet werden. Also schön nach und nach. Längere Reifezeit bedeutet mehr Härte und nicht mehr Nährstoffe – das Größenwachstum beruht dann auf Wassereinlagerung. Größer als 7-10cm (Sunburst Squash) bzw. 4-7cm (Custard White) sollte er nicht werden.
Lagerfähige Reife erkennt man daran, dass sich die Kürbisse nicht mehr mit dem Fingernagel ritzen lassen. Stiel muss dranbleiben! Allerdings sind per definitionem alle lagerfähigen Patissons Zierkürbisse. Schmecken tun nur die unreif gepflückten (Quelle: Hüttenhilfe).

Ertrag

10-20 Patissons pro Pflanze

Siehe auch die drei Schwestern.

Verwendung

Kleine Patissons kann man im Ganzen verwenden. Das sähe in einer gemischten Gemüsepfanne sicher toll aus!
In etwas Olivenöl andünsten.
Ganz kleine in sauer einlegen.

Zwei interessante Rezepte gibt es auf Chefkoch.de.

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