Sollte ich mein Hinterhofgemüse mulchen?

Zuerst habe ich die Idee, meine Kübelpflanzen zu mulchen, für ziemlich übertrieben gehalten. Aber nachdem ich mich jetzt etwas schlauer gemacht habe,  bin ich auf eine ganze Reihe von Vorteilen gestoßen: Eine Mulchdecke in den Pflanzgefäßen erschwert das Keimen von Unkräutern, die mit den Gemüsepflanzen um Platz und Nährstoffe konkurrieren könnten. Außerdem vermindert sie die Verdunstung: Die Erde bleibt länger feucht. Beim Gießen spritzt die Erde nicht am Stamm hoch und auf den Terrassenboden. Mulcht man mit Steinen, so speichern diese die Tageswärme und geben sie in der Nacht langsam ab. Kälteempfindliche Pflanzen bekommen sozusagen eine Wärmflasche… Und wessen reifende Erdbeeren schon mal auf der Erde lagen, weiß, dass es schlau gewesen wäre, rechtzeitig zu mulchen.

Geeignetes Material gibt es vieles:

  • Strandsteine
  • Muschelschalen (zerbrochene Schalen könnten beim Umtopfen fies sein…)
  • Schneckenhäuser (dito)
  • Weinkorken (ich glaube, wir kämen nie und nimmer auf genügend Korken)
  • Pinienrinde (Rindenmulch rieche ich nicht gern – der reine Pinienmulch soll besser riechen; darin verstecken sich aber gern Schnecken)
  • Stroh
  • Lavakies oder Basaltsplit
  • Marmorkies
  • Es wird allen Ernstes immer wieder von Blähton geschwärmt. Gibt es hässlicheres?! Sogar Zeitungspapier wäre schöner!
  • Die Vögel haben in ihrem Käfig feines Buchenholzgranulat als Einstreu. Etwas gröberes ließe sich sicher gut als Mulchdecke einsetzen.

Ich glaube, ich werde in nächster Zeit mit Rucksack am Strand spazieren gehen. 😉