Koriander war mal langweilig

koriander

Foto: Alsterdrache

Ich habe mich ja immer gewundert, wozu Leute Koriander kaufen. Habe ich, wenn es Zutat in einem Rezept war, immer pflichtschuldigst getan. Es gibt kaum etwas langweiligeres als diese Korianderpötte aus dem Supermarkt. Ob ich die nehme oder nicht, tut sich geschmacklich ganz genau gar nichts. So sinnlos.

Neulich dann brauchte ich für ein indisches Gericht 300 g Koriander. Tosende Langeweile wird nicht spannender, wenn sie in 300g-Chargen daher kommt. War mir ohnehin zu teuer. Aber dann im Asialaden sah ich frischen Koriander im Kühlregal. Oha, der riecht. Nicht langweilig, sondern spannend. Exotisch. Indisch. Lecker.

Meine Tochter allerdings verzog angeekelt das Gesicht. Das muss sie von Papa haben: Genforschung – Warum viele Menschen sich vor Koriander ekeln. Also, langweilig ist das nicht mehr.

In der indischen Küche wird übrigens schlicht Coriandrum sativum verwendet. Warum der beim Asiaten anderes aussieht und riecht als im Supermarkt, weiß ich nicht. Mal sehen, wie er in meinem Hinterhof aussieht…

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