Samenpaket von Freie Saaten

Die Leute von Freie Saaten setzen einen ganz schön unter Druck. Da schicken sie die bestellten Samen und legen sogar noch eins drauf. Und schreiben dazu, dass sie möchten, dass ich in Zukunft diese Sorten nicht mehr bei ihnen kaufe, sondern selbst die Samen gewinne. Ja, das war ja Sinn der Bestellung. Aber irgendwie fühle ich mich jetzt unter Erfolgszwang…

Habe ein Buch zur Samengewinnung auf meine Geburtstagswunschliste gesetzt, damit ich überhaupt eine Chance habe, der Bitte zu entsprechen.

Wo bekomme ich Samen, Pflanzen und Tüddelüt her?

Ich lebe in nicht wirklich in einer Einkaufsmetropole. Beispielsweise muss ich für Schreibwaren, die das Spektrum reinen Schulbedarfs sprengen, in Nachbarstadt. So ähnlich – genauer betrachtet: noch schlimmer – sieht es mit Gartenbedarf aus. Und dort bekomme ich zwar irgendwas, aber meist nicht wirklich genau das, was ich wirklich wollte. Bis zu einem wirklich schönen Gartencenter bin ich 30 Minuten unterwegs. Dennoch fahre ich ab und zu sehr gern, denn ich mag es, Dinge in die Hände nehmen und von allen Seiten ansehen zu können.
Schöne Pflanzen kann ich auch auf dem Wochenmarkt bekommen. Allerdings ist die Auswahl sehr gering. Kleinstadtwochenmarkt. Dass ich dann auch noch samenfeste Sorten haben möchte, macht es nicht einfacher.
Internetversand ist tatsächlich eine echte Alternative. Für Gegenstände ist das gar kein Problem, aber ich habe mir auch schon mal Pflanzen und Samen schicken lassen und war sehr angetan von der Qualiät. Auch können Internethändler natürlich eine weitaus größere Auswahl bereit halten, sodass es leichter ist, wirklich das Gewünschte zu bekommen. Da ich aber gerade mit Onlineshops für samenfeste Sorten noch so gar keine Erfahrungen habe, gibt es hier erst einmal nur den Link auf die Bezugsquellen von Bantam. Ist auch sonst eine lesenswerte Seite.

Einiges gibt es natürlich kostenlos im Abfall. Chili- und Parikasamen landen ja regelmäßig im Müll. Einen alten Plastik-Schnellhefter kannst du in Streifen schneiden, mit einem Folienstift beschriften und damit dann die Pötte beschriften. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, du brauchst nur Glück, dass Dinge auftauchen, die du gebrauchen kannst. Statt eines edlen Soil Scoops nimmst du eben einen alten Esslöffel. Irgendwer hat noch einen riesigen Pott stehen, der für Kürbisse toll geeignet ist und ihm nur Platz wegnimmt. Oder man zweckentfremdet Dinge. Ich bin gerade dabei, aus einem Wäschekorb und einer Salatschüssel einen schön großen Pflanzkübel mit Bewässerung zu bauen. Kostet unter 9€. Falls es klappt, gibt es Fotos. Versprochen.

Nachtrag: Die Anleitung zum Kübel findest du hier, die zu einem noch einfacheren und billigeren hier.

Nachtrar zwo: Die blöden Folienstifte sind nicht lichtecht. Ich hatte lauter leere Plastikstreifen in meinen Kübeln. Arrgh.